Einführung

Berthe Morisot, Mary Cassatt, Eva Gonzalès und Marie Bracquemond, die Weggefährtinnen von Claude Monet, Eduard Manet, Edgar Degas und Auguste Renoir, stehen exemplarisch für die Tatsache, dass in der künstlerisch wie gesellschaftspolitisch bewegten Epoche am Ende des 19. Jahrhunderts wesentlich mehr Frauen aktiv waren als bislang einem breiten Publikum bekannt ist. Entdecken Sie diese aufregende neue Seite des Impressionismus!

Der Impressionismus bot stärker als andere Strömungen auch Malerinnen die Möglichkeit der künstlerischen Anerkennung und des Erfolgs. Die Lichteffekte, die delikaten Oberflächen, der offene Pinselstrich und die Themen der Bilder wurden von den Zeitgenossen per se als „feminin“ angesehen. Die vier Künstlerinnen genossen einerseits ein hohes Ansehen bei den Künstlerkollegen und Kritikern, zugleich sahen sie sich jedoch mit gesellschaftlichen Normen und Rollenbildern konfrontiert.

Dr. Ingrid Pfeiffer
Kuratorin

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